Frühwarnsystem des Körpers - geschwollene Lymphknoten!

03.03.2010

Menschen und Säugetiere haben eine Reihe von Lymphknoten, die die Lymphe, das Gewebewasser, filtern. Der geschwollene Lymphknoten ist für den Arzt ein Anzeichen für eine Infektion.

Lymphknoten gehören zum Immunsystem des Menschen und Säugers. Sie filtern das Gewebewasser ganzer Körperregionen, sind also für ein ganzes Gebiet im Körper zuständig. Man nennt dies auch das tributäre Gebiet, einen Abschnitt, der einem bestimmten Lymphknoten „tributpflichtig“ ist. In dieser Bezeichnung wird schon deutlich, dass das Lymphsystem und die damit verbundenen Lymphknoten eine wichtige Rolle in der Physis des Menschen spielen.

Dabei spricht die Größe dieser Knoten keineswegs für Ihre Wichtigkeit, sie sind im Regelfall nur 5 – 10 mm groß, in der Leiste auch bis zu 20 mm. Ihre Bedeutung liegt in ihrer Funktion als Frühwarnsystem. Lymphknoten haben wir im Bereich des Kiefers, der Ohren, im Nacken und entlang der Halsgefäße. Es gibt Achsellymphknoten und Knielymphknoten sowie im Bauch- und Brustraum. An der Oberfläche liegende, lassen sich tasten, andere muss man mit bildgebenden Verfahren sichtbar machen.

Wir spüren von ihnen nichts, es sei denn, es erfolgt eine Infektion in dem tributären Gebiet. Dann gelangen Fremdzellen oder Fremdpartikel in den Lymphknoten. Antigene regen die Produktion von B-und T-Lymphozyten an. Der daraufhin geschwollene Lymphknoten liefert dem Arzt Informationen über das Krankheitsgebiet. Es gibt allerdings auch Krankheiten, die die Lymphknoten direkt angreifen. Dann ist es zur genaueren Diagnose nötig, eine Biopsie am Lymphknoten zu machen oder ihn ganz zu entfernen. Das dadurch gewonnene Gewebe wird zur histologischen Untersuchung gegeben, um festzustellen, ob es sich um eine bösartige Erkrankung handelt. Infrage kommen hier z. B. Morbus Hodgkin und die Non-Hodgkin-Lymphome. Die Lymphknoten nehmen insgesamt eine Wächterfunktion bei Tumoren und deren Metastasen ein. Liegt ein Lymphknoten in der Nähe eines diagnostizierten Tumors, dann kann man durch die Analyse des Lymphknotens feststellen, ob bereits Metastasen hierher verschleppt worden sind, was Aussagen über die Verbreitung der Tochtergeschwülste allgemein zulässt.

Allerdings sollte man geschwollene Lymphknoten nicht überbewerten. In der Regel zeigt die Schwellung, dass das Immunsystem unseres Körpers sich zur Wehr setzt.

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