Gliederschmerzen: wichtige Warnsignale unseres Körpers

23.02.2010

Gliederschmerzen sind den meisten von uns als Symptome eines grippalen Infekts bekannt. Doch oft haben die Schmerzen in Muskeln und Gelenken andere Ursachen und sind wesentlich gefährlicher als eine harmlose Erkältung.

Gliederschmerzen – die meisten Menschen haben sie schon einmal erlebt. Der Mediziner versteht darunter die Kombination aus Gelenk-, Knochen- und Muskelschmerzen in Armen und Beinen. Die Ursachen solcher Beschwerden sind dabei überaus vielschichtig. Man unterscheidet generell zwischen sogenannten normalen Schmerzen, die nur vorübergehend auftreten, und chronischen Schmerzen.

Ursache für normale Schmerzen sind überwiegend Infektionskrankheiten, eine Erkältung oder eine sich anbahnende Grippe. Sie können aber auch nach einem Unfall beziehungsweise einer Operation auftreten oder die Folge von Verletzungen und lokal begrenzten Entzündungen sein. Dabei treten die Schmerzen in der Regel in Kombination mit anderen Symptomen auf. Hierzu zählen bei Infektionskrankheiten Kopfschmerzen, Husten und Schnupfen. Machen sich die Schmerzen vornehmlich als Ziehen im Oberschenkel bemerkbar, so liegt zumeist eine Reizung oder Verletzung des Ischiasnervs vor, wie sie bei einem Hexenschuss oder einer Ischialgie auftreten kann.

Neben den vorübergehenden Gliederschmerzen sind Schmerzzustände in Muskeln und Gelenken oft ein chronisches Dauerleiden. Häufigste Ursache für chronische Beschwerden ist eine Erkrankung des Nervensystems, die vor allem durch Diabetes, Alkoholmissbrauch oder eine Vergiftung ausgelöst werden kann. Als weiteres Symptom neben den eigentlichen Schmerzen macht sich hierbei ein mangelndes Empfindungsvermögen in den Fingerspitzen und Zehen bemerkbar. Betroffene merken zum Beispiel nicht, dass ihre Schuhe eine oder mehrere Nummern zu klein sind. Ein weiteres Indiz ist das Fehlen von Körperhaaren auf Händen und Füßen. Daneben können chronische Schmerzen aber auch durch Arthrose, Gicht oder Rheuma ausgelöst werden. Hierbei sind die Gelenke chronisch entzündet.

Gliederschmerzen sind immer ein wichtiges Warnsignal unseres Körpers und sollten daher niemals unterschätzt oder selbst medikamentös therapiert werden. Erst ein Arzt kann mit Sicherheit die Ursache der Beschwerden erkennen und eine entsprechende Behandlung vorschlagen. Hierzu zählen neben Arzneimitteln bei Erkältung oder Grippe zum Beispiel entzündungshemmende Medikamente bei Arthrose oder Ischiasbeschwerden.

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