Grippaler Infekt: Mit einem Kratzen im Hals fängt es an

11.12.2009

Ein grippaler Infekt ereilt uns durchschnittlich zwei- bis dreimal pro Jahr und verläuft in der Regel harmlos. Dennoch sollte immer ein Arzt entscheiden, ob es sich nur um eine Erkältung oder eine echte Grippe handelt.

Wir verspüren ein Kratzen im Hals, ein leichtes Frösteln und ahnen es bereits: Ein grippaler Infekt kündigt sich an. Eine solche Erkältung ist in der Regel nichts anderes als eine Entzündung der Schleimhäute in Hals und Nase. Ausgelöst wird sie von Viren und nicht, wie oftmals vermutet, durch Nässe oder das Tragen zu dünner Kleidung. Allerdings ist das Immunsystem unseres Körpers auf Vitamin D angewiesen, das unsere Haut bildet, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Da im Winter die Tage kürzer sind und die Sonneneinstrahlung geringer ist, besteht in dieser Jahreszeit ein höheres Risiko für einen Vitamin D-Mangel, wodurch unser Körper anfälliger für Infektionskrankheiten wird.

Ein grippaler Infekt wird durch die Übertragung von Viren verursacht. Dies geschieht zumeist durch eine Tröpfcheninfektion über die Luft, den direkten Kontakt zu einer erkälteten Person oder über das Anfassen von Gegenständen, die mit Viren behaftet sind. Beliebte Brutstätten für Erreger sind zum Beispiel die Griffe von Einkaufswagen im Supermarkt, das Wechselgeld oder Türklinken. Regelmäßiges Händewaschen hat sich als eine gute Maßnahme zur Vorbeugung gegen Erkältungen erwiesen, einen Rundumschutz gibt es jedoch ebenso wenig wie eine Impfung.

Nach einer Inkubationszeit von zwei bis acht Tagen ist eine Erkältung in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen überstanden. Da ein Infekt zumeist durch Viren ausgelöst wird, ist eine Therapie mit Antibiotika nicht sinnvoll. Dies geschieht nur in Ausnahmefällen, wenn Bakterien die Auslöser für den Schnupfen sind. Das beste Heilmittel bei einer Erkältung ist Ruhe, Wärme und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Außerdem sollte man die Einnahme von Medikamenten vermeiden, die die Symptome nur unterdrücken, da ein grippaler Infekt nach einer kurzzeitigen Besserung oftmals zurückkehrt und schwerer verläuft als zuvor. Im Extremfall kann eine Erkältung dann sogar zu einer Bronchitis oder einer Nebenhöhlenvereiterung führen.

Auch wenn eine Erkältung in der Regel harmlos verläuft: Nur ein Arzt kann mit Sicherheit beurteilen, ob ein Patient an einer schweren Erkältung leidet oder eine echte Grippe, also eine Influenza, vorliegt.

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