Schmerzmittel – Schmerzlinderung nicht ohne Risiko

11.12.2009

Bereits seit der Jungsteinzeit setzen Menschen Schmerzmittel ein, um akute oder chronische Beschwerden zu lindern. Doch die dauerhafte Einnahme entsprechender Medikamente ist oft mit starken Nebenwirkungen verbunden.

Schmerzmittel sind der Menschheit bereits seit über 8000 Jahren ein Begriff, denn schon in der Jungsteinzeit war die lindernde Wirkung von Schlafmohn bekannt. Die Weidenrinde, die bereits in frühen Hochkulturen als fiebersenkendes Schmerz- und Heilmittel eingesetzt wurde, wird bis zum heutigen Tag in der modernen Medizin genutzt.

Schmerzmittel, die auch als Analgetika bezeichnet werden, gibt es inzwischen in unterschiedlicher Stärke. Allen gemeinsam ist aber, dass sie auf das Schmerzleitungssystem des Körpers wirken. Man unterscheidet hierbei grundsätzlich zwei Wirkungsweisen. Opioide sprechen das komplette Nervensystem in Gehirn und Rücken an. Da sie besonders stark und in ihrer Wirkung nicht unproblematisch sind, werden Opioide in der Regel nur bei Schmerzpatienten eingesetzt, die zum Beispiel unter chronischen Tumorschmerzen leiden. Im Gegensatz zu Opioiden setzen periphere Schmerzmittel in ihrer Wirkung immer direkt am Ort des Entzündungsherdes oder des Schmerzes an. Dank ihrer gezielten Wirkungsweise sind diese Medikamente daher verträglicher für den menschlichen Körper. Jedoch sollte auch ihr Einsatz nicht verharmlost und Nebenwirkungen nicht unterschätzt werden. Kurioserweise sind Kopfschmerzen eine häufige Nebenwirkung bei der Einnahme von Analgetika. Das macht es für Patienten, die unter Kopfschmerzen leiden, schwierig, zwischen Schmerzursache und Nebenwirkung zu unterscheiden.

Generell sollte man auch bei rezeptfreien Medikamenten eine dauerhafte Einnahme vermeiden und die Dosierungsangaben beachten. Eine Überdosierung kann unter anderem zu einer eingeschränkten Reaktionsfähigkeit im Alltag oder einer Fahruntüchtigkeit im Straßenverkehr führen. In extremen Fällen kann es sogar zu Magen-Darm-Blutungen oder Schädigungen der Nieren und der Leber kommen. Eine gleichzeitige Einnahme von Analgetika mit anderen Medikamenten sollte in jedem Fall immer mit einem Arzt abgesprochen werden, um mögliche Gegenreaktionen und gefährliche Wechselwirkungen bereits im Vorfeld auszuschließen. Bei chronischen Schmerzen, wie zum Beispiel Arthrose-Beschwerden, hat sich inzwischen eine gezielte Schmerzmitteltherapie bewährt.

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