Schwankschwindel – wenn sich die Welt zu drehen beginnt
15.04.2010
Ein Schwankschwindel kann viele Ursachen haben, von einer verletzten Halswirbelsäule über eine Entzündung der Gleichgewichtsnerven bis hin zu einer Phobie. Erst mit einer eindeutigen Diagnose ist eine Behandlung möglich.
Wer unter Schwindelanfällen oder Vertigo leidet, für den beginnt sich buchstäblich die Welt zu drehen. Man nimmt eine starke Schwank- oder Drehbewegung wahr, während der Gang aufgrund der Gleichgewichtsstörung unsicher und holprig wird. Im weiteren Verlauf der Attacke beginnt das Herz zu rasen, es kommt zu Schweißausbrüchen, und der Betroffene hat das Gefühl, jeden Moment das Bewusstsein zu verlieren. Obwohl der Schwankschwindel zu den am häufigsten diagnostizierten Krankheiten gehört, gestaltet sich die Ursachenforschung meist als schwierig. In der Regel sind mehrere Fachärzte nötig, um eindeutig Aufschluss über die Auslöser der Erkrankung zu erhalten und einen entsprechenden Behandlungsplan aufzustellen. Im Einzelfall kann sich sogar die Untersuchung in einer sogenannten Schwindelambulanz oder ein stationärer Klinikaufenthalt als sinnvoll erweisen.
Der phobische Schwankschwindel wird meist durch ein psychisches Trauma, starke seelische Belastungen oder aktuelle Stresssituationen ausgelöst. Diese Form des Schwindels tritt sehr häufig in Kombination mit Angstzuständen, Panikattacken und Depressionen auf. Konkreter Auslöser für einen Schwindelanfall kann die Erinnerung an ein unbewältigtes traumatisches Erlebnis sein beziehungsweise eine akute Stresssituation wie das Steckenbleiben in einem Aufzug oder das Überqueren einer Brücke.
Zu den körperlichen Ursachen eines Dreh- oder Schwankschwindels zählen Durchblutungsstörungen, die Erkrankung des Innenohrs und die Entzündung der Gleichgewichtsnerven. Häufig sind auch Verschleißerscheinungen im Bereich der Halswirbelsäule für Vertigo-Anfälle verantwortlich.
Die Therapierung der Schwindel-Attacken hängt von der jeweiligen Diagnose ab. Der phobische Schwankschwindel wird heute erfolgreich im Rahmen einer Verhaltens- und Psychotherapie behandelt. Körperliche Ursachen wie Innenohrerkrankungen lassen sich hervorragend medikamentös bekämpfen. Bei Verschleißerscheinungen im Halswirbelbereich kann gezielte Rückengymnastik zur Stärkung der Muskulatur im oberen und unteren Rückenbereich sowie zur Entlastung der Wirbelsäule beitragen und damit die Schwindelanfälle nachhaltig lindern.
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