Übermäßiges Schwitzen ist unangenehm, aber behandelbar

10.03.2010

Aus Angst als 'abnormal' zu gelten, reden wir nicht gerne über unsere körperlichen Probleme. Dabei ist auch übermäßiges Schwitzen ein Krankheitsbild, das heutzutage behandelt werden kann.

Es gibt persönliche Probleme, über die wir nicht gerne sprechen. Zu diesen gehören unter anderem auch Dinge wie Probleme mit Mundgeruch oder übermäßiges Schwitzen. Dabei handelt es sich meist um Tabuthemen, weil man nicht für unhygienisch gehalten werden möchte. Letztendlich sind Körperfunktionen aber etwas ganz natürliches, das man selbst nicht beeinflussen kann, und niemand sollte sich derer schämen. Putzt man sich regelmäßig die Zähne und hat trotzdem mit Mundgeruch zu kämpfen, kann dies Teil eines Krankheitsbildes sein. Man sollte sich mit dem Problem also zum Arzt begeben und sich dort kompetente Hilfe holen. Schließlich ist es auch nicht sonderlich förderlich für die Psyche, wenn man sich ständig unwohl fühlt.

Übermäßiges Schwitzen fällt unter die gleiche Kategorie. Man spricht nicht gerne darüber, wenn man in Stresssituationen schnell anfängt zu schwitzen oder ständig mit Schweißflecken in den Achselhöhlen zu kämpfen hat. Stattdessen probiert man die unterschiedlichsten Deodorants und Wundermittelchen aus der Werbung, nur um festzustellen, dass nichts davon wirklich hilft.

Dabei handelt es sich auch hier oft um eine Krankheit, die von Fachleuten Hyperhydrose genannt wird. Während die Schweißdrüsen im Normalfall nur dann Feuchtigkeit produzieren, wenn unser Stoffwechsel angeregt wird, ist es bei Menschen mit Hyperhydrose so, dass bereits der kleinste Anlass zur Stimulation der Schweißdrüsen führt. Es benötigt also keiner sportlichen Anstrengung, um trotz morgendlichen Duschens am Ende des Tages nach Schweiß zu riechen.

Es ist verständlich, dass man mit derartigen persönlichen Problemen nicht gerne hausieren geht. In der Regel wird so lange im Geheimen nach einer Lösung gesucht, bis die Erkenntnis eintritt, dass dieser Zustand nicht normal sein kann. Spätestens dann steht ein Besuch beim Arzt an, um dem Ganzen medizinisch auf den Grund zu gehen.

Die Symptome können sowohl medikamentös, als auch mit Hilfe einer Operation behandelt werden. In leichten Fällen, die sich auf Hände und Füße beschränken, helfen auch spezielle Wasserbäder mit geringem Gleichstromdurchlauf.

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