Ursachen und Symptome einer Magen-Darm-Infektion

20.05.2010

Eine Magen-Darm-Infektion zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Sie kann jeden treffen, wobei jedoch Kinder sowie abwehrgeschwächte und ältere Menschen besonders gefährdet sind.

Eine Magen-Darm-Infektion ist eine entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes, bei der die Erreger die Schleimhäute zerstören. Dies hat zur Folge, dass Magen und Darm die aufgenommene Nahrung nicht mehr verdauen können. Die unverdaute Nahrung bindet sodann das Wasser und führt zu Durchfall.

Die Übertragung der Erreger einer Magen-Darm-Infektion erfolgt auf verschiedensten Wegen. Sie gelangen beispielsweise über verunreinigtes Trinkwasser oder ungewaschene Hände in den Magen-Darm-Trakt. Es sollte daher stets auf die Hygiene geachtet werden. In tropischen Ländern sind die hygienischen Standards jedoch nicht mit denen in Europa zu vergleichen, sodass die Ansteckungsgefahren dort höher sind. Aber auch der Urlauber kann Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. So sollte er kein Leitungswasser trinken und auf Eiswürfel verzichten. Obst sollte nicht ungewaschen gegessen werden. Zum Schutz vor Cholera und Typhus empfiehlt sich zudem eine entsprechende Impfung vor Antritt der Reise.

Anzeichen einer Magen-Darm-Infektion sind Übelkeit, Bauchkrämpfe, Erbrechen, Appetitlosigkeit und breiiger bis wässriger Durchfall. Die Intensität der Beschwerden ist abhängig vom jeweiligen Erreger. Je nach Erreger können Schwindel und grippeähnliche Symptome (erhöhte Temperatur, Schüttelfrost) hinzutreten. Aufgrund der Vielzahl der Erreger kann keine allgemeine Aussage zur Inkubationszeit getroffen werden. Die Beschwerden können unmittelbar nach dem Verzehr von verunreinigter Nahrung auftreten. Unter Umständen beträgt die Inkubationszeit aber auch mehrere Tage.

Um der Gefahr einer Austrocknung zu begegnen, ist es wichtig, während des Krankheitsverlaufes ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Besonders bei Kindern kann es in diesem Zusammenhang zu Komplikationen kommen. Je jünger ein Kind ist, desto eher besteht die Gefahr einer Dehydratation. Die Störung des Wasser- und Elektrolythaushaltes führt zu einer deutlich eingeschränkten Aktivität der Zellen und kann weitere Erkrankungen zur Folge haben. Ein einfacher Test ist dabei das Hochziehen der Haut mit zwei Fingern. Bleibt die so gebildete Hautfalte stehen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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