Was kann ein Patient gegen Antibiotika Resistenz tun?

15.06.2010

Antibiotika Resistenz ist ein immer wieder auftretendes Problem. Durch die Häufung der Aids-Erkrankungen, einer Vielzahl von chirurgischen Eingriffen und der mobilen Bevölkerung nimmt die Resistenz wieder zu.

Antibiotika Resistenz bezeichnet die Widerstandsfähigkeit der Krankheitserreger gegen Antibiotika. Resistente Bakterien reagieren bei der Einnahme von Antibiotika nicht mit Absterben oder mit Wachstumshemmung.

Antibiotika sollen einen stark hemmenden Einfluss auf die Stoffwechselprozesse von Mikroorganismen haben. Diese Substanz soll das Weiterleben und die Vermehrung der Krankheitserreger unterbinden. Antibiotika werden von Pilzen, Bakterien oder höheren Organismen als natürliches Stoffwechselprodukt gebildet. Die antibiotischen Produkte dienen dem Organismus im Ressourcenwettbewerb als Vorteil in der Selektion, aber auch als Abwehrmaßnahme gegen eine Infektion.

Man unterscheidet verschiedene Arten der Antibiotika Resistenz. Zum Einen die primäre Resistenz und zum Zweiten die sekundäre Resistenz. Zur primären Antibiotika Resistenz kommt es, wenn die Antibiotika bei bestimmten Spezies oder Gattungen keine Wirkung zeigt. Ein Beispiel dafür wäre das Ampicillin bei Pseudomonas aeruginosa wirkungslos ist. Die sekundäre Resistenz entsteht dann, wenn die Medikation seinen Einfluss auf Krankheitserreger verliert, die vorher nicht resistent waren. Dieser Zustand kann sich durch Mutation oder durch Übertragung ändern. Eine Mutation kann rein zufällig auftreten. Bei einer Übertragung kann auch das Resistenzgen übertragen werden. Die Übertragung von genetischen Informationen kann durch Konjugation, Transduktion und Transformation erfolgen.

1928 wurde das Penicillin entdeckt als wirksames Mittel gegen Infektionskrankheiten. Die ersten Erfolge dieser Medikation kehrten sich in den 60er Jahren ins Gegenteil. Auf Grund der exzessiven Verabreichung von Penicillin an Mensch und Tier nahm die Antibiotika Resistenz stark zu. Ein Problem ist dabei besonders die Zunahme der AIDS- und anderen chronischen Erkrankungen, die steigende Zahl von Operationen und die Mobilität der Bevölkerung. Zur Lösung des Problems könnte eine bewusstere Dosierung und Abgabe von Antibiotika führen, sodass auch nicht resistente Bakterienstämme wieder wachsen können.

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